
Die Weseler For-Future-Gruppen und die Ortsgruppe des ADFC danken allen Fahrradfahrenden,
die auch im Winter den Fahrradsattelattel bevorzugen. Dafür richten sie in Wesel zwei Fahrrad-
Dankstellen ein – hier gibt es Kekse und zum Aufwärmen einen Kaffee oder Tee. Wer möchte, ist
eingeladen bei der Bilderaktion mitzumachen. Das Datum, der 13. Februar, ist nicht zufällig
gewählt. Der #WinterBikeToWorkDay rückt Radfahrende in der kalten Jahreszeit ins Licht. Der
Hashtag darf gern WhatsApp, Instagram und überall wo Stories veröffentlicht werden können,
benutzt werden. “Auch im Winter geht das super. Ich nehme das Fahrrad jeden Tag, weil schneller
bin ich mit keinem anderen Fortbewegungsmittel und Kinder im Lastenrad lieben das!” erklärt
dazu Falco Weichselbaum von den Parents for Future Wesel.
Die Dankstellen stehen an der Kreuzung Korbmacherstr./Hohe Str. sowie am Berliner Tor von 15
Uhr bis 16.30 Uhr.
Beim internationalen „Winter Bike to Work Day” werden die Menschen der nördlichen
Erdhalbkugel jedes Jahr am zweiten Freitag im Februar dazu aufgerufen, mit dem Rad zur Arbeit –
oder auch zur Schule und zu Erledigung von Besorgungen – zu fahren. Auf diese Weise macht der
Aktionstag darauf aufmerksam, dass auch in der kalten Jahreszeit das Rad das Verkehrsmittel der
Wahl sein kann – vorausgesetzt die entsprechende Infrastruktur und ein funktionierender
Winterdienst sind gegeben.
Das Ziel vom „Winter Bike to Work Day“ besteht darin, ein Umdenken in den Köpfen vieler
Menschen in tendenziell kälteren Regionen zu bewirken. Radfahren ist bei Wind und Wetter eines
der ressourcenschonendsten Fortbewegungsmittel. Das gilt in der kalten Jahreszeit im
Besonderen. Eine nachhaltige Mobilitätskultur erfolgreich zu gestalten, passiert nicht von heute
auf morgen. “Etwas Leidenschaft gehört dazu” gibt Wilfried Gerritzen von den Parents for Future
Wesel zu “Einmal angefangen, stellt sich alles andere in Frage. Ein Auto braucht so viel Platz,
kostet so viel Geld.“
Wer das Rad nimmt, profitiert doppelt, denn es gilt dringend, Emissionen zu reduzieren. Im
Verkehrsbereich hinken wir in Deutschland hinterher. “Das kostet uns jährlich enorm viel Geld”
erklärt Sebastian Westerdiek von Fridays for Future Wesel. “Mit einer einfachen Entscheidung am
Morgen kann ich der ganzen Gesellschaft etwas Gutes tun. Das begeistert mich.” erläutert er
weiter.
Fahrradfahren ist eine stille Superkraft mit weitreichendem Impact, weil es gegenüber dem Auto –
nach Atmen – komplett alle Treibhausgas-Emissionen einspart. Das Auto wird in mehr als 40% der
Fälle für Fahrten genutzt, die kürzer als 5 km sind. Genau für diese Distanzen eignet sich das
Fahrrad als unabhängiges und gesundheitsförderndes Fortbewegungsmittel.
Ein Beispiel gibt das nordfinnische Oulu, der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt und
Ursprungsort des WBtW. Dort radeln trotz Schnee kontinuierlich 20 Prozent der Bevölkerung mit dem Rad zur Arbeit

